Wirf mich nicht weg!
Unter diesem Motto hatten unsere vierten Klassen am 20. Juni Besuch im Rahmen des Sachunterrichtes.
Unser Gast, Herr Hinkefuß, kam mit dem Ziel, uns für den Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren, die nicht mehr so frisch und lecker wie beim Kauf im Supermarkt aussehen, aber durchaus noch verwendbar sind.
Wusstet ihr beispielsweise, dass jeder Einwohner Deutschlands jährlich durchschnittlich 80 Kilogramm an Nahrungsmitteln einfach wegwirft, obwohl sie noch gar nicht verdorben sind? Dieses weggeworfene Essen hat ungefähr einen Geldwert von 300 Euro. Das bedeutet, eine vierköpfige Familie verschenkt im Jahr bis zu 1200 Euro. Aber woran liegt das?
Zum einen werfen wir Essen ja weg, weil es nicht mehr so schön aussieht. Oder wir kaufen zu viel ein und werfen weg, was zu Hause nicht schnell verbraucht wird. Auch beim Kochen bleiben häufig Reste übrig, die oft in der Tonne landen, weil man einfach satt ist und keine Lust hat, am Abend oder am nächsten Tag nochmal dasselbe Essen auf dem Tisch zu haben. Außerdem wird in Restaurants und Supermärkten viel weggeworfen, die Gründe dafür sind ähnliche wie bei uns zu Hause.
Herr Hinkefuß erklärte uns unter anderem, wie man einen Kühlschrank am besten befüllt und damit Lebensmittel länger frisch hält. Auch den Unterschied zwischen "Mindesthaltbarkeit" und "zu verbrauchen bis..." haben wir noch einmal besprochen. Wisst ihr die Antwort?
Nächste spannende Frage: Wie erkennt man, ob ein ein Ei noch verwertbar ist? Da gibt es beispielsweise den Trick mit dem Wasserglas. Schwimmt das rohe Ei oben, darf es auf keinen Fall mehr in der Küche verwendet werden! Oder: Was mache ich, wenn ich ein bisschen Schimmel am Brot entdecke? Abschneiden und den Rest noch essen? Na? Was denkt ihr?
Herr Hinkefuß hatte Lernkarten und Spiele dabei, mit denen es leicht fiel, sich das Erlernte rasch einzuprägen. Am Ende wurde noch ein leckerer Smoothie aus Bananen, Erdbeeren und Orangensaft zubereitet. Bei der Hitze kam diese Erfrischung wie gerufen! Die 4a war ja ein bisschen traurig, weil sie beim Obstschneiden nicht helfen konnte. Wir hatten einfach nicht genug Messer für alle. Geschmeckt hat es am Ende dann doch den meisten Kindern und den Smoothie kann man ja auch zu Hause nochmal nachmixen.

